Sehnsucht und Ahnung (2021)

„Corona Mask“ © Sabrina Jung & VG Bild-Kunst Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEHNSUCHT UND AHNUNG
Eine begehbare Musikinstallation


Mit einer völlig neuartigen Bühnenkonstruktion machen wir auf die Folgen der Pandemie auf Kulturschaffende aufmerksam. In einer extra für das Projekt entwickelten runden und inszenierten Bühne kommt das Publikum den Musiker*innen eingebettet in Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ trotz Abstandsregelung außergewöhnlich nah.


Die Bühne ähnelt dabei einer in sechs Stücke geteilten Torte. Die Musiker*innen spielen mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand verteilt auf diese Tortenstücke, die durch Wände voneinander getrennt sind. Das Publikum kann die so entstehenden, nach oben offenen Räume nacheinander und ebenfalls mit Sicherheitsabstand betreten. Alle Räume sind unterschiedlich gestaltet und stehen jeweils für einen Gefühlszustand. Sehnsucht und Ahnung beschäftigt sich künstlerisch mit den Konsequenzen von physischer und emotionaler Distanz und spiegelt die tiefe Erschütterung von Kulturschaffenden wider, die durch die Krise in persönliche und berufliche Existenznot geraten. Gleichzeitig erzählt das Projekt von unserer tiefen Sehnsucht, uns über die Musik auszudrücken und lässt das Publikum auf eindrucksvolle Weise die tröstende Kraft der Musik erfahren.


Unter der Regie von Katrin Sedlbauer wird die in sich abgeschlossene Bühne zu einem eigenen Organismus, in dem Musiker*in nicht ohne Zuhörer*in sein kann und umgekehrt. Während das Publikum in unsere Gefühlswelt eintaucht und unmittelbar erlebt, was uns zurzeit bewegt, begleitet ihn von allen Seiten das in einer Lebenskrise Franz Schuberts entstandene tief emotionale Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ in der Fassung für Kammerorchester von Gustav Mahler.

Musik und Konzept: Kammerorchester Ensemble Ruhr
Musikalische Leitung: Prof. Stefan Hempel
Regie: Katrin Sedlbauer
Schauspiel: Klaus Brantzen
Szenografie und Kostüm: Kristina Schmidt
Bühnenkonstruktion: Norbert van Ackeren
Collagen: Sabrina Jung

 

– „Dieses Projekt ermöglicht emotionale Nähe.“
WDR 3 Tonart über die Nicht-Premiere von SEHNSUCHT UND AHNUNG am 9. April

– „Aber nach anderthalb Stunden hat das Publikum verstanden, dass es nicht reicht, sich um die körperliche Gesundheit zu kümmern, sondern auch die psychische Befindlichkeit endlich Berücksichtigung finden muss. Mit allen Konsequenzen – für Musiker wie Publikum.“

Besprechung von O-Ton

– „Sehnsucht und Ahnung“ – ein Spiel mit dem Endspiel, eine starke Performance, die uns Corona-Junkies am Technologie-Tropf, mitten im Lockdown, noch einmal einen überraschenden Blick ins (wahre Kunst-)Leben tun ließ. Wie dankbar man war!
nmz (Neue Musikzeitung), Georg Beck

 

 

 

Premierenfotos von Christian Huhn

 

Gefördert von:

Beauftragte des Bundesministeriums und Neustart Kultur